Jahresbericht Luchsmonitoring 2016



Das Luchsjahr 2016 im Dorneck Thierstein stand wiederum unter dem Einfluss von starken Frequenzen. Anfang Jahr, Februar bis März, lief das Intensiv-Monitoring 2016, welches keine Zunahme der Luchse im östlichen Jurabogen ergab. Es wurden 15 selbständige Luchse bestimmt.

Adin, der in Welschenrohr eingefangen und nach Innsbruck in Quarantäne gebracht wurde, musste auf Grund seiner Infektion ( Katzenvirus ) schlussendlich eingeschläfert werden. Ob sich in der Schweiz weitere angesteckte Luchse in der Wildbahn bewegen, ist bis zur Zeit nicht bekannt.

Im Dorneck-Thierstein konnte ein leichter Bewegungsanstieg im Gebiet Meltingerberg, Nunningerberg und Seewen festgestellt werden.

Senni, die besenderte Katze, welche im Frühjahr im Muttenzerwald eingefangen, besendert und wieder frei gelassen wurde, bewegte sich während des ganzen Jahres im Gebiet Muttenzerwald bis Himmelried. Sie blieb ihrem Streifgebiet treu.  

Im verflossenen Jahr wurden in unserem Hegering 10 verschiedene Luchse registriert. Vergangenes Jahr waren es noch 7 Stück!

Am stärksten frequentiert waren wiederum die Reviere Kleinlützel, Bärschwil und Richtung Passwang. Haustiere ( Schafe ) wurden im Dorneck-Thierstein zwei Stück gerissen, so wie zwei in unmittelbarer Grenznähe auf Boden des Kantons Basellands. Es handelte sich um verschiedene Luchse, daher kann nicht von einer Spezialisierung eines einzelnen Luchses auf Haustiere  gesprochen werden. Im Revier Kleinlützel wurde Ende Jahr eine Katze mit zwei Jungen aufgenommen, die Identifikation erfolgt erst im 2017.

Im 2016 wurde vom Luchsteam Dorneck-Thierstein 12 Risse nach Identifikation dem Luchs zugeordnet. Etliche weitere Identifikationen ergaben keinen Luchsriss. Insgesamt habe ich 47 Dossiers erstellt und weitergeleitet, die im Zusammenhang mit Luchs zu tun hatten. Meinen Mitarbeitern im Luchsteam möchte ich an dieser Stelle danken für die geleistet Arbeit.

Wieder einmal in Erinnerung rufen möchte ich auch, dass nur Risse weitergeleitet und entschädigt werden, die von einem Luchsverantwortlichen identifiziert und

behandelt wurden. Selbständige Identifikationen werden nicht akzeptiert, so ist es auch in den Vorschriften geregelt.

Von Jägern selbst gemachte Luchsaufnahmen, werden nach Bestätigung der Aufnahme durch einen Luchsverantwortlichen wie bis anhin behandelt und eingereicht. 

Für das Luchsteam Dorneck-Thierstein

H. Wampfler