Jahresbericht Luchsmonitoring 2015


Das Jahr 2015 ist abgeschlossen.

Wir im Dorneck-Thierstein schauen auf eines der bewegtesten Luchsjahr zurück!

Vom Passwang über Meltingen - Gempen - Bärschwil bis Kleinlützel wurden vermehrt Aufnahmen von Luchsen sowie Risse durch Luchse festgestellt. Am ausgeprägtesten war die Präsenz auch dieses Jahr wiederum im Revier Kleinlützel.

Obschon die Zusammenarbeit mit der Jagdverwaltung des Kantons Basel Landschaft nicht zu meiner Zufriedenheit funktioniert, konnte auch aus den Revieren Liesberg, Röschenz und Blauen die eine oder andere Luchsbewegung in Erfahrung gebracht werden. Bedenklich stimmt es mich, wenn der Chef Jagdwesen BL seine Unterstützung zusagt, seine Mitarbeiter aber diese Arbeit einfach ignorieren.

Um die von den Revieren oder von Privatpersonen gemeldeten möglichen Risse zu identifizieren, wurde im vergangenen Jahr ein Aus- und Weiterbildungskurs durch unsere Jagdverwaltung organisiert. Die Ausbildung erfolgt durch Fachkräfte des KORA sowie der Jagdverwaltung. Aus terminlichen Gründen konnten leider nicht alle Luchsverantwortliche teilnehmen. Dass Niklaus Brunner diesen Kurs besuchen konnte, war erste Voraussetzung. Mit ihm haben wir wieder ein voll ausgebildetes Team nördlich des Passwangs.

Feststellen konnten wir auch, dass vermehrt Aufnahmen von Jägern aus dem Revier an uns gelangt sind. Das ist auch erstrebenswert in unserem System. Da aber mehrheitlich mit Infrarot Kameras gearbeitet wird, ist es teilweise schwierig die Tiere auf Grund der Zeichnung zu identifizieren (Nachtaufnahmen).

Noch einige Zahlen:

Wie mir bekannt, wurde 8 Mal durch unser Luchsteam ausgerückt, um einen Identifikation als Positiv zu erledigen. Ende Dezember gab es ein Schaf als einzigen Riss eines Haustieres in Bärschwil. Weitere Male war es kein Luchs, dies soll euch aber nicht daran hindern an uns zu gelangen. Ohne gesicherte Situation keine Präsenz-Tatsachen. Jede Untersuchung ergibt wieder Neuigkeiten.

Nicht erschrecken..., nach der aktuellen Liste bewegten sich in unserem Aufsichtsgebiet im vergangenen Jahr sage und schreibe 7 verschieden Luchse, die alle mit Nummern ausgestattet waren! Wie viele sind aber noch unerkannt unterwegs? Im ganzen wurden weit über 25 Luchsaufnahmen gemacht und zur Identifikation bearbeitet. Im Gebiet Kleinlützel können wir von Standwild sprechen, hier bewegen sich immer die gleichen Luchse in regelmässigen Abständen.

Meinen Mitarbeitern im Luchsteam, sowie allen anderen die ihren Beitrag geleistet haben, möchte ich an dieser Stelle für die geleisteten Arbeiten recht herzlich danken!

Für das Luchsteam Dorneck-Thierstein

H. Wampfler