Jahresbericht Luchsmonitoring 2014


Das Jahr 2014 kann im Dorneck-Thierstein als einer der bisher intensivsten eingestuft werden!

Besonders die erste Jahreshälfte war mit Fotoaufnahmen, Anblick und Rissen reich gespickt. Wie in den vergangenen Jahren bewegten sich die Luchse schwergewichtig im Raum Kleinlützel - Bärschwil - Erschwil - Meltingerberg - Passwanggebiet. Aber auch in den Revieren Metzerlen, Gempen, Himmelried und Nunningen wurde in Form von Fotoaufnahmen Präsenz festgestellt.

Leider konnte die Zusammenarbeit mit dem Kanton Baselland nicht optimal aufgegleist werden. Daher haben wir zwischen dem südlichen und dem nördlichen Teil des Dorneck-Thierstein einen "toten" Bereich bezüglich Luchsinfo (Bereich Laufental). Meine Bemühungen auf Revierebene  an Informationen aus diesem Gebiet zu kommen, fruchteten leider ebenfalls nur in Einzelfällen. Das Baselland betreibt auf Verwaltungsebene eine andere Luchspolitik. 

Anfangs 2014 ist unser Mitarbeiter Roger Zeugin aus dem Luchsteam Dorneck-Thierstein zurückgetreten. Ich möchte es nicht unterlassen ihm an dieser Stelle für die geleistete Arbeit zu danken. Als Nachfolger konnte Niklaus Brunner aus Zullwil für die Luchsarbeit gewonnen werden.

Anlässlich der Jahressitzung der Luchsverantwortlichen auf der Jagdverwaltung Solothurn wurden keine wesentlichen Änderungen in den bestehenden Geschäften beschlossen. Der Berechnungschlüssel für Entschädigungen läuft wie bisher. Auch das Meldewesen in unserem Hegering erfährt keine Anpassungen.

Noch einige Zahlen und Fakten:

Mata war mit zwei Jungen anfangs Januar in Kleinlützel anwesend. Sie trat später wieder in Beinwil und im Revier Blauen BL in Erscheinung.

Am 4. März 2014 konnten im Revier Meltingen zwei junge Luchse an einer Kirrung fotografisch aufgenommen werden... möglicherweise Mata mit ihren zwei Jungen.

B310 war von Kleinlützel bis Beinwil aktiv. Anfangs Oktober wurde im Revier Metzerlen ein Luchs fotografiert, konnte aber nicht identifiziert werden. Auch in Kleinkützel wurden im November wieder Aufnahmen gemacht. Es handelte sich um einen neuen Luchs der noch nicht identifiziert war und nun unter der Nummer B348 läuft.

Die Luchsverantwortlichen sind im Jahr 2014 16 Mal zur Identifikation ausgerückt und stellten hierbei 6 eindeutige Risse fest. Es konnten 9 Aufnahmen von Luchsen gemacht werden, ebenso wie 3 Beobachtungen im Feld. Es gelang uns aber nicht an jedem Riss den Verursacher zu ermitteln, teilweise wurden Risse nur einmal besucht oder waren bei deren Entdeckung praktisch schon vollständig genutzt.

Als gefestigte Nachweise haben wir vier Luchse und zwei Jungtiere, die im Jahr 2014 bezeichnet wurden. Eine Dunkelziffer besteht aber dikussionslos. Nur mit der Mithilfe aller Jäger können weitere Erkenntnisse erlangt und als Tatsachen verwendet werden.

Wir aus dem Luchsteam Dorneck-Thierstein werden wenn immer möglich zu eurer Verfügung stehen, erwarten aber Verständnis dafür, dass wir nicht immer wie die Feuerwehr auffahren können!

Meinen Mitarbeitern im Luchsteam möchte ich für die geleistet Arbeit an dieser Stelle recht herzlich danken.

Für das Luchsteam Dorneck-Thierstein

H. Wampfler