Die Ringelnatter - Tier des Jahres 2015

Ringelnatter mit den hellen Flecken im Nacken
Ringelnatter mit den hellen Flecken im Nacken
Schlüpfende Jungschlange
Schlüpfende Jungschlange
Eine Ringelnatter stellt sich tot
Eine Ringelnatter stellt sich tot
Züngeln dient der gerichtlichen Wahrnehmung
Züngeln dient der gerichtlichen Wahrnehmung
Ringelnattern schätzen die Nähe von Gewässern und reichlich Versteckmöglichkeiten
Ringelnattern schätzen die Nähe von Gewässern und reichlich Versteckmöglichkeiten

Liebe Jägerin, Lieber Jäger

Die Ringelnatter (Natrix natrix) verbringt die Kinderstube im Kompost, schwimmt ausgezeichnet und hat Frösche und Kröten zum Fressen gern. Wird's brenzlig, taucht die ungiftige Schlange ab - oder blufft um ihr Leben.

Eine schlängelnde Bewegung im Röhricht, ein langgestreckter Körper, der ins Wasser gleitet - und weg ist sie. Begegnungen mit der Ringelnatter währen meist nicht lange. Denn die anmutigen Tiere sind äusserst scheu: Werden sie aufgeschreckt, flückten sie blitzschnell in ein Versteck oder tauchen ins Wasser ab.

Die ungiftige Ringelnatter ist für Menschen völlig harmlos. Die exzellente Schwimmerin hält sich gern in der Nähe von Gewässern auf und stellt dort Fröschen und Kröten nach. Mit ihrer Leibspeise teilt sie ein gemeinsames Schicksal: Ihre Lebensräume werden immer weniger. Mit der Wahl der einheimischen Schlangenart ruft Pro Natura dazu auf, Feuchtgebiete zu erhalten, zu vernetzen und neu zu schaffen.

Die Ringelnatter ist eine von acht einheimischen Schlangenarten. Sie besiedelt die ganze Schweiz mit Ausnahme der Hochalpen und Teilen des Juras. Zwei Unterarten kommen in der Schweiz vor: Die sogannte Nominatform (Natrix natrix natrix) besiedelt nur den Nordosten des Landes, während die Barrenringelnatter (Natrix natrix helvetica) die übrigen Gebiete bewohnt.

Das Markenzeichen der Ringelnatter sind die beiden hellen, halbmondförmigen Flecken im Nacken. Sie sind jedoch vor allem bei älteren Tieren oft nur schwach ausgeprägt oder können auch ganz fehlen. Wer genau hinsieht, erkennt ein weiteres Merkmal: Die Schuppen zwischen Auge und Mundspalte sind an ihrem hinterem Rand deutlich schwarz gefärbt. Vor allem die Barrenringelnatter zeigt auf ihren Flanken schwarze, senkrecht stehende Balken - oder eben Barren.

Die Ringelnatter ist ein ausgesprochen friedfertiges Reptil. Das zeigt sich sogar bei der Paarung im März oder April: Selbst wenn ganze Knäuel liebestoller Galane um ein einzelnes Weibchen buhlen, bleiben Keilereien aus. Die trächtigen Weibchen legen oft Strecken von über einem Kilometer zurück, um einen passenden Ort für die Eiablage zu finden. Geeignet sind etwa vermodernde Baumstümpfe, Kompost-, Schnittgut-, Sägemehl- oder Misthaufen, in denen durch die Verottung organischen Materials Wärme freigesetzt wird. In diesen natürlichen Brutkasten legt das Ringelnatterweibchen 10 bis 40 weichschalige Eier ab - und hält damit den Mengenrekord unter den einheimischen Reptilien. Nach sieben bis neun wochen schlüpfen die bleistiftgrossen Schlangenbabys.

Ringelnattern leben gefährlich. Zu ihren Feinden gehören Greifvögel, Reiher, Katzen, Füchse, Marder undandere mehr. Die ungiftige Schlange ist wenig wehrhaft und räumt bei Gefahr wenn immer möglich das Feld. Bleibt ihr die Flucht verwehrt, greift sie in die Trickkiste: Sie flacht den Vorderkörper kobraartig ab, zischt und stösst den Kopf in Richtung des Gegners - ohne jedoch tatsächlich zu beissen. Wird sie gepackt, verspritzt sie ein stinkendes Kloakensekret. Als letztes Mittel stellt sich so manches Exemplar tot: die Schlange verdreht den Körper, erschlafft und lässt die Zunge aus dem geöffneten Maul hängen. Manchmal treten gar ein paar Bluttropfen aus der Mundspalte aus. Kaum lässt die Aufmerksamkeit des Angreifers nach, erwacht die Schlange zu neuem Leben und macht sich davon.

Die Ringelnatter ist wie alle Schlangen beinahe taub. Ihr Sehsinn ist jedoch gut ausgeprägt und hilft ihr sowohl bei der Jagd wie auch beim Erkennen von Gefahren. Das typische Züngeln dient der geruchlichen Wahrnehmung. Durch eine kleine Aussparung an der Schnauzenspitze kann die Ringelnatter ihre Zunge auch bei geschlossenem Mund hervorstrecken.

In der Luft schwebende Duftpartikel bleiben an der Zunge kleben und werden beim Zurückziehen in eine mit Sinneszellen besetzte Grube im Gaumen geführt, das sogenannte Jacobson'sche Organ. die tief gespaltene Form der Zunge hilft der Schlange, ein dreidimensionales "Duftbild" der Umgebung zu erhalten.

Ringelnattern fressen vor allem Frösche und Kröten, aber auch Molche, Salamander, Amphibienlarven und gelegentlich Fische. die flinke Jägerin geht nicht eben zimperlich vor und verschlingt ihre Beute bei lebendigem Leib. Dabei schiebt die Schlange ihre frei beweglichen Unterkieferhälften abwechselnd vor und transportiert so die Beute Stück für Stück immer weiter in den Schlund. So mancher Frosch ergibt sich jedoch nicht so einfach in sein Schicksal, sondern pumpt sich in Notwehr mit Luft voll. Die Ringelnatter kommt dem bei, indem sie Frösche und Kröten meist von hinten her verschlingt und die Luft so durch das Froschmaul wieder herausgepresst.

Wegen ihres Speisezettels leben Ringelnattern vor allem in der Nähe von amphibienreichen Gewässern. Sie folgen Frosch und Co. aber auch in deren Landlebensräume und sind deshalb auch weit entfernt von jeglichem Ufer anzutreffen. Nebst genügend Beute braucht die Ringelnatter Sonn- und Versteckmöglichkeiten wie etwa Trockenmauern, Ast- oder Steinhaufen sowie geeignete Eiablagestellen. Den Winter verbringen Ringelnattern in frostfreien Schlupfwinkeln, zum Beispiel in Erd- oder Baumhöhlen, unter Steinen, in Mauerspalten, Kompost- oder Sägemehlhaufen.

Im Laufe der letzten 100 Jahren hat der Mensch einen grossen Teil der einst ausgedehnten Lebensräume zerstört: Feuchtgebiete wurden entwässert, Fliessgewässer reguliert, Naturräume überbaut oder durch Strassen zerschnitten. Zudem fehlt es der Ringelnatter im intensiv genutzten, aufgeräumten Landwirtschaftsland an Strukturen wie Hecken, Gräben, Trockenmauern, Steinhaufen oder Altgrassstreifen. So haben die Bestände der Ringelnatter starke Einbussen erlitten. Heute steht die Ringelnatter auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und ist geschützt.

GV Jägervereinigung Dorneck-Thierstein

Zum dritten Mal fand die ordentliche GV der JVDT in Beinwil statt. In der schön geschmückten Turnhalle wurden die Traktanden ohne grosse Probleme abgehalten. Erfreulicherweise konnten wir als neuen Obmann des Wildrings Niklaus Brunner gewinnen. Anderseits konnte das Amt als Obmann der Schiesskommission nicht besetzt werden. Für die gute Organisation möchte ich den Revieren 65 und 66 einen herzlichen Weidmannsdank aussprechen.

Jägerprüfung 2015

Am 1. Juli 2015 überreichte Regierungsrätin Esther Gassler auf Schloss Waldegg bei Solothurn die Jagdfähigkeitsausweise an die frisch geprüften Jungjägerinnen und Jungjäger des Kantons Solothurn. Das Interesse an der Jagd nimmt zu. Das Ansehen der Jagd und deren Stellenwert haben sich in der Bevölkerung positiv verändert und das Interesse an der Jagd hätte stark zugenommen, was auch die steigende Anzahl an Jungjägerinnen und Jungjägern zeigt.

Mit Freude und Stolz könnt ihr auf das Geleistete zurückblicken. Allem voran gelte es nun, die Schönheit und die Geheimnisse der Natur zu geniessen. Ich wünsche allen viel Freude am Waidwerken.

Ferienpass - Ein Morgen unter Jäger

Auch dieses Jahr haben sich die Jagdgesellschaften Kleinkützel, Meltingen, Hofstettten und Metzerlen am Ferienpass beteiligt. vorab allen einen ganz herzlichen Weidmannsdank für euer Engagement.

Es war finstere Nacht als sich 22 Kinder und 10 Jäger der Jagdgesellschaft Blauenstein vor der Kirche in Kleinlützel besammelten, um gemeinsam das Morgenerwachen im Wald zu erleben.

In kleinen Gruppen ging es mit den Jägern in sämtliche Himmelsrichtungen wo Wildtiere vermutet wurden. Jede der Gruppen konnte reichlichen Anblick verzeichnen. Gams, Reh und Fuchs wurden gesichtet und entschädigten alle für das frühe Aufstehen.

Kantonale Schweisshunde- und Gehorsamsprüfung vom 22.8.2015 in unserem Hegering

Turnusgemäss fand die diesjährige kantonale Schweisshunde- und Gehorsamprüfung im Leimental statt. Involviert waren die Jagdgesellschaften Rodersdorf, Hofstetten-Flüh, Metzerlen und Kleinlützel.

Edgar Renz, Präsident der kantonalen Jagdhundekommission, die angetretenen Hundegespann, Richterobmänner, Fährten- und Revierkundige sowie Helfer und Helferinnen besammelten sich vor der Allmendhalle in Metzerlen. Beste Wetterverhältnisse sorgten vor dem Start für grossen Optimismus unter den Anwesenden.

Edgar Renz, Präsident der kantonalen Jagdhundekommission, die angetretenen Hundegespann, Richterobmänner, Fährten- und Revierkundige sowie Helfer und Helferinnen besammelten sich vor der Allmendhalle in Metzerlen. Beste Wetterverhältnisse sorgten vor dem Start für grossen Optimismus unter den Anwesenden.

Von meiner Seite an alle Beteiligten für die hervorragende Organisation einen ganz grossen Weidmannsdank.

Neues Jagdgesetz - Vernehmlassung vom 14.9.2015

Zur Vernehmlassung wurden alle Jagdgesellschaften vom Dorneck und Thierstein eingeladen. Bruno Born (Präsident RJSo und Kommissionsmitglied Arbeitsgruppe Jagdgesetz) war als Referent unter uns.

Zur Einleitung nannte ich folgendes Zitat von Georg Christoph Lichtenberg (1742-99, dt. Physiker):

"Ich kann nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; Aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll."

Rege wurde über die verschiedenen Paragrafen diskutiert und unsere Argumente eingebracht. Mehrere Jagdgesellschaften haben ihre Meinungen schriftlich an die JVDT übermittelt. Jeder Hegering verfasste anschliessend einen eigenen Vernehmungstext. Parallel dazu erarbeitete der Vorstand von RJSo eine Stellungnahme zum Gesetzesentwurf. Nachdem auch die Voten der Hegeringe eingeflossen waren, wurde die Vernehmlassung ebenfalls an das Departement Volkswirtschaft eingereicht.

Jetzt ist jede Jägerin und jeder Jäger aufgefordert, alle Gelegenheiten zu nutzen um mit unseren Kantonsrätinnen und Kantonsräten unsere Anliegen im Zusammenhang mit dem neuen Jagdgesetz zu diskutieren. Nur so haben wir eine Chance, dass unsere Änderungen und Anliegen durchkommen. Unter anderem sind diese:

  • Regelung der Schwarzwildschäden
  • die Neuverpachtung
  • die öffentliche Versteigerung
  • der Pachtzins
  • die jagdlichen Verhütungsmassnahmen
  • die Entschädigung bei Wildunfällen im Strassenverkehr

Hubertusmesse vom 15. November 2015

Einige Gedanken aus meiner Ansprach anlässlich der Hubertusmesse.....

Unter Waidgerecht verstehe ich auch den Umgang mit den Freunden, Kameraden, Jagdnachbarn und unseren Mitmenschen, die sich in ihrer Freizeit in der Natur aufhalten.

Nicht Schussneid, Jagdneid, Nachbarschaftsneid sollen unser Denken bestimmen, sondern Freundschaft, Kameradschaft und ehrliche Freude an gemeinsam Erlebtem. Die Hege unseres Wildes ist für uns Jäger eine wichtige Aufgabe.

Unser Ziel soll es sein, einen gesunden, artenreichen, dem vorhandenen Lebensraum angepassten Wildbestand zu erhalten. In der Zukunft wird eine unserer wichtigsten Aufgaben die Lebensraumsicherung für unsere wildlebenden Tiers sein. Hier sind alle Naturnutzer, im Besonderen aber die Jägerschaft gefordert, ihren Beitrag für diese Lebensraumerhaltung zu leisten.

Es liegt an jedem Einzelnen von uns, dieses Ansehen und diesen Stellenwert zu erhalten. Bei der Jagd gilt genau wie in vielen Bereichen unseres Lebens der Spruch: "Altes erhalten und Neues gestalten".

Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere traditionellen Bräuche erhalten und auch leben! Sei es bei Jägerversammlungen, Hubertusfeiern oder gemeinsamen Gesellschaftsjagen.

Vorstandswesen JVDT und RevierJagd Solothurn

Der Vorstand konnte seine Geschäfte an den diversen ordentlichen Sitzungen speditiv und abschliessend behandeln. Wichtigste Themen waren:

  • Neues Jagdgesetz und die entsprechende Vernehmlassung
  • Suche neuer Obmann Schiesswesen

Danke!

Jedes Vorstandsmitglied des Hegeringes hat sich in seinem Aufgabenbereich auch im vergangenen Jahr sehr stark für die Interessen der Jägerinnen und Jäger eingesetzt. Für diese Engagement dank ich Euch herzlich!

Es ist mir ein Bedürfnis, allen Jägerinnen und Jägern ein kräftiges Weidmannsheil zu wünschen. Ich freue mich darauf, auch im Jahr 2016 viele interessante Gespräche führen zu dürfen.

Euer Obmann

Marcel Wyser

 

Kleinlützel, im Dezember 2015